Ich staunte nicht schlecht als ich Mitte der Woche beim Medienformat Taff auf die vermutlich verrückteste Werbekampagne des Jahres aufmerksam wurde. Initiiert von einem deutschen Traditionsunternehmen, welches witzigerweise auch noch in meiner direkten Nachbarschaft verweilt. Sicherlich hat es jeder von uns mitbekommen: Am 19. Oktober ereignete sich einer der spektakulärsten Kunstraube der europäischen Geschichte. Am hellichten Tage stiegen dreiste Diebe mittels eines Hebelift in den Louvre ein und stahlen unfassbar kostbare Kronjuwelen. Napoleons Erbe wurde binnen kürzester Zeit geraubt & den stolzen Franzosen in einer Adhoc Aktion ihr kulturelles Herz herausgerissen. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, kam es zu einer unfreiwilligen Komplizenschaft "Made in Germany".
Storytelling der ausgefuchsten Art
So geschichtsträchtig der Louvre Kunstraub auch gewesen sein mag: Richtig an Fahrt hat das Thema erst jetzt genommen. Obwohl es hier auf dem Blog zumeist ausschließlich um Mode oder die
neuesten Trends geht, lasse ich es mir nicht nehmen, wenn eine skurrile Story in den Fokus rückt, ebenfalls darüber zu berichten. Passend zu meiner liebsten Wochenserie - dem sagenumwobenen
Freaky Friday - bin ich auf eine geniale
wie auch ausgefuchste Werbeaktion gestoßen, die in der Art & Weise sicherlich seinesgleichen sucht. Eine Mischung aus schwarzem Humor und ikonischem
Werbegeschick. Als Fotos eines Lastenaufzugs aus deutscher Produktion im Internet publik wurden, reagierte das Maschinenbau Unternehmen aus meiner Nachbarstadt Werne blitzschnell
und sicherte sich die Bildrechte an dem vermeintlichen Corpus Delicti.
Dass Böcker seinen eigenen Baukran bei dem dreisten Juwelenraub erkannte, sorgte mit Sicherheit erst einmal für Entsetzen. Als jedoch klar wurde, dass niemand zu Schaden
kam, nutzten die pfiffigen Marketing-Köpfe des Unternehmens die Gunst der Stunde und launchten eine Marketing-Kampagne mit maximaler
Signalwirkung. OMG, ich habe noch nie etwas derart Geniales gesehen. Ich musste so lachen als ich realisierte, wie trocken man mit den Geschehnissen umging. Der Schock um diesen Kunstraub sitzt
natürlich tief, die Faszination ob der gelungenen Marketingnutzung allerdings noch tiefer. Die Bilder des ausgefahrenen Krans gingen um die Welt, seitdem sind wir Deutschen weltweit endlich
wieder ein Stück weit on fire.
Vergesst Frankreich: Der Juwelenraub im Louvre war ein klassisches Beispiel deutscher Effizienz
Boom!!! Wenn internationale Medien derart ehrfürchtig titeln, müssen wir Deutschen endlich einmal wieder einen Nerv getroffen haben. Versteht
mich bitte nicht falsch: Auch mir blutet das Herz, wenn ich darüber nachdenke, welch geschichtsträchtige Epoche in Frankreich entwendet wurde. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Diebe gefasst und
die Juwelen gefunden werden. Im Hinblick auf unsere eigene aktuelle Geschichte, bin ich jedoch mehr als erfreut darüber, dass unsere
strauchelnde Wirtschaft mit gezielten Werbekampagnen noch immer für einen geeigneten Impact sorgen kann. Mit dem Slogan "Wenn´s mal wieder schnell gehen
muss." hat Böcker einen Impuls geschaffen, den unsere deutsche Wirtschaft so dringend benötigt hat.
Wie wichtig ikonische Werbekonzepte & insbesondere der richtige Name im Marketing sind, zeigt sich hervorragend an diesem meisterhaften Beispiel: Die ganze Welt spricht über den bisweilen nicht vorhandenen deutschen
Humor. Vielleicht etwas, womit wir in Zukunft an erster Stelle punkten sollten. Selbstverständlich nach unserem guten Handwerk und dem ikonischen Marketing Geschick ;-)
Quelle | Bildmaterial
Dimitar Dilkoff
/ AFP
Böcker | Canva
Mit schwarzem Humor zum Social Media Star!

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