Mo

18

Mai

2015

Tattoo Inspiration | Warum wir nicht genug bekommen können


Lifestyle Trend Tattoo | Warum wir einfach nicht genug davon bekommen können


Tattoos? Nie wieder! hatte ich mir einst geschworen, nachdem ich mich an meinen beiden Tribal Motiven mehr als sattgesehen hatte. Mein erstes Tattoo ließ ich mir mit 18 stechen. Damals waren Tribals das Nonplusultra und ich war nicht nur wahnsinnig stolz darauf, ich habe es regelrecht vergöttert. Und das, obwohl ich mich vor Schmerzen kaum halten konnte. Es gibt gute Stellen am Körper, die problemlos und weitestgehend schmerzfrei attackiert werden können und dann gibt es diese Stellen, wo gefühlt zehntausend Nervenstränge zusammenlaufen, die einem bei jedem Nadelstich einen Stromschlag verpassen und unweigerlich die Tränen in die Augen treiben und eine solche Stelle hatte ich mir für mein erstes Tattoo Abenteuer ausgesucht. Meinem damaligen Freund hätte ich am liebsten die Hand zerquetscht, doch als mein erstes Oberarm Tattoo fertig war, waren auch alle damit verbundenen Schmerzen vergessen.


Wenige Jahre später, aus einer dummen Urlaubslaune heraus, ließ ich mir mein zweites Tattoo stechen. Mit zwei Freunden war ich seinerzeit im Türkei Urlaub. Während wir abends sorglos durch Alanya bummelten & die hiesigen Shops erkundeten, wurden wir plötzlich auf einen hippen Tattoo Laden aufmerksam. Neugierig betraten wir die heiligen Hallen und schauten uns eine Weile die Motive an. Ich weiß bis heute nicht, was mich da geritten hat, aber kurzerhand beschloss ich, mich noch vor Ort pieksen zu lassen. Ich wollte unbedingt ein Handgelenk Tattoo haben und wenn Madame sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, muss das natürlich auch umgehend umgesetzt werden. Anfangs sah das Tribalband auch spitzenmäßig aus, doch schon nach kurzer Zeit (wir waren inzwischen wieder zu Hause) löste sich die Kruste & das ganze Ausmaß dieser Pfuscherei wurde sichtbar. Leider hatten die Tätowierer mit gepunschten Farben gearbeitet, so wurde aus einem intensiv gestochenen Motiv ein verwaschener Abklatsch, der alles andere als ansprechend aussah. Tja, Dummheit muss bestraft werden. Während mein erstes Tattoo zweifelsohne sehr sauber gestochen war, artete der zweite Teil des Experiments in Frustration aus. Von diesem Moment an, wollte ich mich nie wieder tätowieren lassen. Einzig allein für eine Korrektur des Handgelenk Tattoos habe ich noch einmal eine Nadel an mich herangelassen.


Inzwischen habe ich meine Meinung revidiert. Inzwischen könnte ich mir sogar wieder ein paar hübsche Motive vorstellen, aber garantiert keine veralteten Tribals mehr ;-) Heutzutage finde ich filigrane Schriftzüge, Federn, klassische Herzen oder Schleifen toll. Nicht zu groß, nicht zu auffällig, sondern eher als ästhetische Eyecatcher gedacht. Eine Bekannte von mir hat aus ihrem Hobby mehr gemacht. Leidenschaftlich tätowiert sie alles, was nicht bei Drei auf dem Baum ist und was soll ich sagen? Die Motive sehen Bombe aus. Aus diesem Grund habe ich sie neulich zurate gezogen & mich erst einmal ne Runde beraten lassen. Ich hätte wahnsinnig gern einen Schriftzug am Unterarm oder am Finger entlang. Überhaupt finde ich Schriftzüge & kleine Motive am Finger wahnsinnig toll. Leider hat sie mir relativ schnell den Wind aus den Segeln genommen, meine aufkeimende Euphorie jäh gebremst. Finger Tattoos können nämlich nach kürzester Zeit blass erscheinen und dann hätte ich wieder den selben Salat, wie damals. Trotzdem möchte ich mich nicht entmutigen lassen...


Lifestyle Trend Tattoo | Warum wir einfach nicht genug davon bekommen können
Tattoo Inspiration | Coole Motive für den Sommer


Tattoo Inspiration

Lifestyle Trend Tattoo | Schriftzüge sind der Fashion Hype schlechthin

 

Großflächige Tattoos haben selbstverständlich auch ihren Reiz & vermitteln einen ganz besonderen Lifestyle, für mich wäre das allerdings nichts. Ich persönlich finde visuell ansprechende (kleine) Motive inzwischen wesentlich schöner. Sie sind quasi der Appetizer, der zwar Lust auf mehr macht, aber an dem man sich auch nicht sattsehen kann. Minimalistische Motive machen eben diesen besonderen Reiz aus. Ein Notenschlüssel in Form eines Herzes hier, ein verschnörkeltes Wort da - die Vielfalt ist groß und wirkt im Gesamtpaket wahnsinnig ästhetisch. Und sind wir doch mal ehrlich: Riesige Flatschen wirken an zarten, weiblichen Körperstellen einfach nicht. Da sind verschnörkelte Schriftzüge schon eher ein Fashion Statement :-)

 

 


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