Di

28

Jun

2016

Harnwegsinfektion und nun?


Harnwegsinfektionen sind eine richtig miese Angelegenheit, die insbesondere uns Frauen etwas angeht | hot-port.de | Lifestyle Blog

 

Hallo Leute, heute melde ich mich von der Krankenbettfront. In den letzten Tagen war es leider so still auf meinem Blog, da ich unerwarteterweise von einer miesen Harnwegsinfektion dahingerafft wurde. Harnwegsinfektion - ein Thema, dass vornehmlich uns Frauen etwas angeht & das sensibler ist, als erwartet. Wie oft habe ich mir schon geschworen, dass ich es niemals in meinem Leben noch einmal soweit kommen lasse und nun stecke ich quasi wieder in dieser Situation. Vor rund zehn Jahren hatte ich ein einschneidendes Erlebnis. Damals plagte mich vermutlich ebenfalls eine Harnwegsinfektion, die sich allerdings nicht, wie sonst üblich, durch Symptome beim Wasserlassen bemerkbar machte, sondern ziemlich symptomlos verlief. Eines Tages, ich war gerade arbeiten, bemerkte ich ein leichtes Ziehen in der Nierengegend. Ich schenkte der Problematik keinerlei Beachtung und nahm an, dass sich die Nierenschmerzen mit der Zeit verflüchtigen würden. Tja schade, falsch gedacht. Hätte ich damals nicht so lange gewartet, wäre mir sicherlich einiges an Schmerzen erspart geblieben, aber es kam wie es kommen musste. Tage später lag ich spät abends auf der Couch meines Freundes und wurde von einem Schüttelfrost zum nächsten geplagt. Wir konnten überhaupt nicht so viele Decken & Jacken auf mir stapeln, wie ich mich schüttelte. Am nächsten Tag raffte ich mich schweren Herzens auf & versuchte den Gang zum Arzt anzutreten. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was das für ein Kraftakt war. Kaum war ich beim Arzt angekommen, klappte ich auch schon zusammen. Diagnose: Schwere Harnwegsinfektion mit Tendenz zur Nierenbeckenentzündung.

 

Mädels, ich kann Euch nur warnen. Nehmt die Signale Eures Körpers ernst, denn so etwas möchte man nicht erleben. Ich kann kaum in Worte fassen, wie sich die darauffolgenden zehn Tage meines damaligen Lebens gestalteten. Schüttelfrost, Fieber & Erbrechen waren noch das geringere Übel dieser fiesen Erkrankung. Das Allerschlimmste waren die schier nicht enden wollenden Nierenschmerzen. Noch nie in meinem Leben habe ich solche Schmerzen erlebt. Ein Gefühl, als würde jemand permanent mit einem Messer hineinstechen. Ich hätte schreien können, was ich vermutlich in nicht ganz so schwachen Momenten auch getan habe. Ohne Scheiß, diese Schmerzen wünscht man nicht einmal seinem ärgsten Feind. Zu dieser Zeit habe ich mir geschworen, dass ich es  in meinem Leben nie wieder soweit kommen lassen werde. Bis jetzt! Nun liege ich erneut mit eben jenen Schmerzen auf der Couch & frage mich unentwegt, was schiefgelaufen ist?! Vor anderthalb Wochen fing alles an. Ich bemerkte ein leichtes Ziehen in der entsprechenden Gegend. Sofort schrillten all meine Alarmglocken. Sofortmaßnahmen in Form von pflanzlichen Mitteln & jeder Menge Flüssigkeit wurden ergriffen. Ich trank was das Zeug hielt. Als es allerdings nicht besser wurde, ging ich zum Arzt und gab eine Urinprobe ab.

 

Dieser Blog wäre kein richtiger Lifestyle Blog, wenn man nicht auch einmal über unliebsame Dinge wie Harnwegsinfektionen sprechen könnte. Schließlich möchte ich nur, dass Euch solche Torturen erspart bleiben ;-) Am Samstag war es dann soweit: Ich verspürte erstmals wieder Nierenschmerzen, Panik stieg innerlich auf. Da ich arbeiten musste, versorgte ich mich vornehmlich mit Cystinol Akut & gefühlten drei Litern Wasser. Obwohl ich eigentlich den Plan hatte, einen Notarzt aufzusuchen, musste ich doch bis gestern passen. Als ich dann gestern endlich in der Arztpraxis saß, war ich nach erneuter Urinabgabe & Feststellung diverser Bakterien auch noch in der Beweispflicht. Anstatt mir zu sagen "Ja Frau ... sie haben eine Harnwegsinfektion, die für ihre Beschwerden verantwortlich ist" wurde ich mit X Fragen genötigt, die den Arzt in seiner Diagnose erst noch bestärken mussten, obwohl bereits längst alles klar war. Ich kann über die Gesundheitspolitik in Deutschland echt nur noch den Kopf schütteln. Als ob ich freiwillig danach bettele, mir Antibiotika reinzupfeifen. Nur wenn das die letzte Instanz ist, dann mach ich das natürlich. Bevor ich noch einmal diesen Leidensweg gehen muss, stopf ich mich lieber mit Chemie voll. Auch wenn Ärzte das nicht gerne sehen. By the way hat er mich dann noch gefragt, ob ich eine AU benötige. Da ich aber auf selbständiger Basis arbeite, ist das in meinem Fall ohnehin hinfällig. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich die nächsten drei Tage Zeit zum Ausruhen habe. Vermutlich hat er angenommen, dass ich es sowieso nur darauf abgezielt habe. Dass man heutzutage aber tatsächlich auch Schmerzen haben kann, sehen viele Ärzte überhaupt nicht mehr. Lasst Euch davon bitte nicht beirren & beharrt darauf, Euch untersuchen zu lassen, sollte es Euch schlecht gehen.

 

 

XoXo Eure Franny <3

 

 

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