Di

22

Sep

2015

Love Your Hair | Kaputte Haare Dank Strähnchen


Love your Hair | Warum Strähnchen nicht gut für das Haar sind


Gesunde, voluminöse Haare sind das Heiligtum einer jeden Frau. Ich kenne kaum Mädels oder Frauen in meinem Umfeld, die keinen Wert auf ihre Frisur legen. Mir jedenfalls waren meine Haare schon immer extrem wichtig. Abgesehen von der Tatsache, dass ich erst mit Sieben erkannt habe, dass eine Kurzhaarfrisur ziemlich uncool für ein waschechtes Mädchen ist, habe ich meine Haar meistens fleißig wachsen lassen. Im Teenageralter gehörte ich zwar noch zu denjenigen, die bei jedem Zentimeter Spitzenschneiden fast geflennt haben, doch je älter ich wurde, umso vernünftiger wurde ich auch. Früher hatte ich richtig dickes Haar & keinerlei Probleme mit brüchigen Spitzen oder strapazierten Stellen. Dumm wie wir Frauen allerdings manchmal so sind, kam mit jedem Jahr, dass ich älter wurde, eine neue Frisurenidee. Mit 15 hatte ich mir in den Kopf gesetzt, unbedingt Locken wie Curly Sue haben zu müssen. Während meine lange Mähne einem Dauerwellen Martyrium vom Allerfeinsten unterzogen wurde, dauerte es keine vier Wochen, bis ich schockiert feststellen musste, dass diese fixe Idee das Todesurteil für meine geliebten Haare war. Fortan ging ich behutsamer mit meinen Haaren um. Ich ließ sie regelmäßig schneiden und benutzte lediglich Intensivtönungen. Obwohl ich damals farbtechnisch eher dunkel unterwegs war, kam mir irgendwann in den Sinn, meine Haare zu blondieren. Als ich mich erstmals erblondet im Spiegel betrachtete, war das anfangs zwar ungewohnt, doch ich wusste sofort: Das ist meine Farbe!



Natürlich wurden meine Haare damals nicht sofort der ultimativen Wasserstoffperoxid Tortur unterzogen, sonst hätte ich sie vermutlich ein weiteres Mal in die Tonne kloppen können, stattdessen wurden meine Haare nach und nach mittels Strähnchen aufgehellt. Damals fand ich diese Vorgehensweise großartig, da meine Haare nicht so extrem beansprucht wurden, heute würde ich Strähnchen allerdings nicht mehr in Betracht ziehen. Warum? Die Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Strähnchen schädigen das Haar mehr, als wenn man nur den Ansatz färbt. Jahrelang habe ich den allergrößten Wert darauf gelegt, dass bei meinem Haar ausschließlich der Ansatz gefärbt oder blondiert wird, damit die bereits behandelten Haare keinen größeren Schaden davon tragen. Bislang hat das auch wunderbar geklappt. In unregelmäßigen Abständen wurde ich von meinem Friseur dafür gelobt, dass meine Haare so gesund & glänzend aussehen. Weder Spliss noch abgefressene Rattenschwänze gehörten jemals zu meinem Alltag. Okay, als Frau kann die Haarpracht nie schwungvoll genug sein, aber wenn ich mal ehrlich zu mir selbst bin, hatte ich auch damit nie Probleme. Schwierig wurde es erst, als ich im Sommer letzten Jahres an einen echt üblen Stümper geraten bin, der meinte, mir mein komplettes Deckhaar zu killen. Hier könnt Ihr dieses Fiasko nachlesen. Seit diesem einschneidenden Erlebnis bin ich im Bezug auf meine Haare sehr schwierig geworden. Meistens betrachte ich alles skeptisch, was meinem Haar in irgendeiner Art & Weise schaden könnte.


Im letzten Winter - so kurz vor Weihnachten - kam meine Freundin auf die dumme Idee mir unbedingt Strähnchen machen zu müssen. Sie war der felsenfesten Überzeugung, dass Strähnchen so viel schöner aussehen würden und überhaupt nicht schädlich für mein Haar seien. Hätte ich doch nur auf mein Bauchgefühl gehört, aber dumm wie man manchmal so ist, habe ich mich breitschlagen lassen. Ein bißchen Abwechslung kann schließlich nicht schaden, dachte ich mir. Ich fuhr zu meiner Freundin, sie bearbeitete stundenlang meine Haare mit drei unterschiedlichen Farben & als wir endlich fertig waren, war kaum etwas sichtbar. Ganz schwach konnte man ein paar Strähnchen erkennen, der Rest war quasi verpufft - meine Haare hatten die Farbe nicht angenommen. Genervt & frustriert wollte ich meinen Haaren erst einmal Ruhe gönnen. Mir schwante schon, dass das keine gute Idee war. Meine Freundin ließ allerdings nicht locker und meinte, ich solle erst einmal Goldpigmente ins Haar einlagern, damit es beim nächsten Mal klappt. Gesagt, getan! Nach ca zwei Monaten starteten wir den zweiten Versuch: Mit einem etwas mulmigen Bauchgefühl äußerte ich damals meine Bedenken, dass ich die Farbe ungern in die Längen gezogen haben möchte, da ich Schiss habe, dass meine Haare brechen würden. Allerdings tat sie das erneut mit einem "ach Quatsch, die gehen nicht kaputt - das ist doch Farbe" ab. Alles, was in irgendeiner Art & Weise angemischt werden muss, ist schädlich für das Haar - lasst Euch das gesagt sein. Es kam wie es kommen musste, mein Haar hat die Strähnchen auch beim zweiten Mal nicht vernünftig angenommen. Man konnte inzwischen zwar ein Ergebnis sehen, leider nur sehr schwach...


Love your Hair | Warum Strähnchen nicht gut für das Haar sind


Auf dem rechten Bild kann man zwar minimal erkennen, dass ich ein paar Strähnchen verpasst bekommen habe, aber das war kaum der Rede wert. Das war im Übrigen nach unserem ersten Versuch. Nach dem zweiten Versuch schimmerte das Haar zwar ingesamt schon etwas beige-farbener (linkes Bild), lange Freude hatte ich allerdings nicht daran. Stopp! Normalerweise sollte man an dieser Stelle einen Schlussstrich ziehen & das ganze Desaster Ad Acta legen. Wollte ich auch, hatte mir nämlich fest vorgenommen ab jetzt nur noch den Ansatz färben zu lassen, doch meine Freundin meinte, dass das nicht funktionieren würde, da das Haar mittlerweile zu weit herausgewachsen sei. Ich müsste jetzt immer Strähnchen machen. Total geschockt stimmte ich diesem abstrusen Vorhaben erneut zu & das war schlussendlich das Todesurteil für mein einst so gesundes Haar. Seitdem hat sich meine Haarstruktur rapide verändert. Meine Haare sind sehr viel dünner & anfälliger geworden. Obwohl ich regelmäßig Haarkuren mache, ließen sich meine Haare nicht davor bewahren abzubrechen. Als ich erstmals realisiert habe, wie kaputt meine Haare durch diese verdammten Strähnchen geworden sind, hätte ich am liebsten laut losgeheult. Das Ende vom Lied war, dass ich mittlerweile mehr als 15cm gelassen habe, damit sich die Haare wieder erholen können.


Heute war ich erneut beim Friseur, diesmal habe jedoch darauf bestanden nur den Ansatz färben zu lassen - so wie ich es früher immer habe machen lassen. Es gab zwar einige Diskussionen & ich musste mich zu ein paar wenigen Deckhaar-Strähnchen überreden lassen, aber der Unterschied ist, dass mir die Friseurin die Strähnchen nicht in die Längen gezogen hat. Sie versicherte mir, dass das alles ganz behutsam gemacht wird, aber unvermeidlich sei, da ich sonst eine Kante im Haar hätte. Okay, das möchte man schließlich auch nicht haben ;-) Nun bin ich endlich wieder schön blond, meine Haare können sich erholen & ich hoffe wirklich sehr, dass sie mir nie wieder so fies abbrechen werden, wie es zuletzt der Fall war. Ich kann nur jedem davon abraten sein Haar so zu quälen, es macht auf Dauer nicht glücklich.





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