Sa

14

Apr

2012

Der schmale Grat – Social Media contra Rechtsverletzung

 

 

In dieser Woche war es erstmals soweit: „Eine Badeente sorgt für Furore!“

 

Vor wenigen Tagen wurde ein Facebook Mitglied rechtlich abgemahnt, weil ein Bild einer Badeente in dessen Profil gepostet wurde. Das Urheberrecht wird bei Facebook & Co. täglich millionenfach verletzt, weil es nun mal zum Prinzip von sozialen Netzwerken gehört, mediale Inhalte untereinander zu teilen. Soziale Netzwerke sollen es Nutzern ermöglichen, sich einander mitzuteilen und mediale Daten in der Gemeinschaft zu gestalten. Das weckt Emotionen und stärkt das soziale Bewusstsein.

 

Man schaut sich lustige Fotos & Videos von Youtube, Pinterest, Instagram & Co. an – lacht und diskutiert darüber – setzt seinen „Gefällt mir Button“ und teilt den Inhalt schließlich mit seinen Freunden. Ohne sich auch nur ansatzweise Gedanken um rechtliche Interessen zu machen. Leider wird der Grat zwischen Legalität und Illegalität im Internet immer schmaler. Dabei stellt sich mir die Frage:  „Warum werden Nutzer abgemahnt, die Inhalte lediglich zur Veranschaulichung miteinander teilen und die keinen kommerziellen Zweck verfolgen?“ „Was darf man denn überhaupt noch?“

 

Wieder einmal hat man eine Nische gefunden, um arglose Nutzer zu diskreditieren und damit Geld zu scheffeln. Ich will mich keinesfalls auf die Seite der Illegalität schlagen, aber ich denke, man sollte schon differenzieren, ob im jeweiligen Fall eine vorsätzliche Gewinnabsicht besteht oder nicht?! Grundsätzlich verhält sich dann wohl jeder rechtswidrig, denn täglich werde Tausende Inhalte geteilt, ohne sich der möglichen Konsequenzen bewusst zu sein. Unwissen schützt bekanntlich vor Strafe nicht!

 

Doch wie kann man es besser machen?

 

Leider dürfte es niemanden überraschen, dass man grob fahrlässig handelt, wenn man fremdes Eigentum weiterverbreitet. Laut § 72 Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes sind alle Bilddateien rechtlich geschützt. Möchte man also fremde Bilder & Grafiken in seinem Profil oder dem des Freundes einbinden, so muss man sich im Vorfeld die Erlaubnis des Eigentümers einholen. Das widerum stellt uns vor eine riesige Hürde, denn woher will man wissen, wer die Rechte an der entsprechenden Datei besitzt?

 

Ich kann verstehen, dass niemand die Früchte seiner Arbeit von Anderen ernten lassen möchte. Aber dennoch denke ich, ist es der falsche Ansatz, die Nutzer sofort abzumahnen. Man sollte für mehr Transparenz sorgen und in erster Linie darauf hinweisen, dass man sich rechtswidrig verhält, wenn man unwissend Inhalte verteilt. Facebook, Twitter & Co. sollten mehr Aufklärungsarbeit leisten, damit Nutzer nicht in die Abmahnfalle tappen.  

 

Was meint Ihr dazu?

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Tobi (Dienstag, 17 April 2012 16:57)

    Ich denke ich lasse es darauf ankommen, erwischt zu werden und wenn ich nicht nachprüfen kann, wem die Rechte gehören, kann wahrscheinlich auch sonst Niemand nachvollziehen, ob ich die Rechte nicht doch eingeholt habe.

  • #2

    Franny (Dienstag, 17 April 2012 17:23)

    Ja, leider sieht man das in unserer Gesellschaft aber nicht so locker - wie es die Medien ja immer wieder beweisen. Ich hoffe, dass es nicht so streng gehandhabt wird, denn sonst kann man sich im Internet überhaupt nicht mehr entfalten.


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