Mo

02

Apr

2012

Barcelona "Ein architektonischer Augenschmaus"

Barcelona schwarz weiß

 

 

Der Sommer steht in den Startlöchern, uns überkommt das Fernweh & die Reiselust wird geweckt. Was wäre da naheliegender als Koffer packen und weg?! Doch wohin? Städtetrips sind eine ideale Alternative um die Reisesucht zu befriedigen. Deshalb möchte ich Euch heute meinen persönlichen Reisehotspot Barcelona vorstellen. Barcelona ist eine der facettenreichsten Städte, die ich bisher gesehen habe. Egal ob Kunst, Kultur, Strand oder Nightlife - Barcelona bietet eine schier unglaublich große Vielfalt und hinterlässt ganz besondere Eindrücke. Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens und die zweitgrößte Stadt Spaniens. Es leben rund 1,5 Millionen Menschen dort. Zählt man jedoch das Einzugsgebiet hinzu, so kommt man auf weit über 4 Millionen Bewohner. Soviel erst mal zu den Eckdaten.

 

Casa Battlo Barcelona

 

Casa Battlo oder auch Baio genannt. Ein von Gaudi entworfenes Haus, dass mit seiner atemberaubenden Erscheinung auch Architektur-Laien in seinen Bann zieht!

Casa Battlo - kultigstes Gebäude in Barcelona

 

Casa Battlo ist wohl das mit (einem ganz geringen) Abstand "Kultigste Gebäude" in Barceloa und gewann im Jahre 2004 den Europa NOSTRA Preis zur Erhaltung des kulturellen Erbes

 

 

 


Barcelona Panorama mit dem Agbar Tower
Barcelona Panorama mit dem Agbar Tower

Die große Einwohnerzahl allein ist natürlich nicht der Grund, warum Barcelona eine der schönsten Städte (weltweit) für mich ist. Sondern vielmehr die beeindruckenden, architektonischen Meisterwerke, die man dort bewundern kann. Meine absoluten Highlights sind die Sagrada Familia und der Parc Güell.

 

Die Sagrada Familia oder auch Temple Expiatori de la Sagrada Familia (zu dt. Sühnekirche der heiligen Familie) genannt, ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Barcelonas.

 

 

Bekannt dadurch, weil die Kirche bereits seit mehr als 100 Jahren gebaut wird und eine Fertigstellung auch gegenwärtig nicht absehbar ist. Die Sagrada Familia ist eine römisch-katholische Basilika im Herzen Barcelonas, die Mitte des 19. Jahrhunderts von Buchhändler José Maria Bocabella i Verdaguer in Auftrag gegeben wurde. José Maria Bocabella i Verdaguer, Vorsitzender der heiligen Bruderschaft, hatte die Vision eine Kirche in Barcelona zu erbauen und diese der heiligen Familie - der Sagrada Familia - zu widmen. Als Grundstück wählte er eine Parzelle inmitten eines Häuserblocks - rund 13.000m² groß - im damaligen "Poblet" (Dörfchen). Lieber wäre ihm jedoch ein Grundstück nahe der Stadtmitte gewesen, dies war allerdings aufgrund der hohen Grundstückspreise schon damals nicht möglich. Die Planung des Gotteshauses hatte zunächst der Bistumsarchitekt Francisco del Villar übernommen. Er verwarf Bocabellas Idee vom Nachbau einer Basilika aus Italien und präsentierte stattdessen seinen Entwurf. Eine Kirche im neukatalanischen Stil - eine Variante der Neugotik

 

1882 wurde mit dem Bau der Krypta begonnen, wegen grundlegender Meinungsverschiedenheiten musste er aber bereits kurz darauf sein Amt niederlegen. Wenige Monate später - im Jahr 1883 - nahm der junge Architekt Antoni Gaudí seine Stelle ein.

 

Antoni Gaudi

Um die Sagrada Familia hat es viele Kontroverse gegeben. Heute gebraucht man neue Materialien für die Konstruktion, die Gaudi wahrscheinlich nie gebraucht hätte. Bis zu seinem Tod im Jahre 1926 hat Gaudi eine aktive Rolle bei den Konstruktionsarbeiten an der Sagrada Familia gespielt. Oftmals hat er solange Änderungen angemahnt und durchführen lassen, bis es genau seinen Vorstellungen entsprach. Heute jedoch ist die Fortführung seines Werkes offen für Interpretationen.

 

Gaudí fand in der Sagrada Familia sein Lebenswerk. Er arbeitete bis zu seinem Tod - am 10. Juni 1926 - daran. Unter Gaudí gewann die Kirche aufgrund ihrer Dimension und ihrer üppigen Gestaltung eine solche Bedeutung, dass sie bald "die Kathedrale" genannt wurde. Auch Gaudí selbst nannte sie so, obwohl sie keinen Bischofssitz beherbergte. Er war davon überzeugt, dass die Stadt eines Tages für "seine Kirche" bekannt sein würde.

 


>> Ich denke, das hat er geschafft <<

 

 



Nun, die Kirche war allerdings nicht sein einziges Lebenswerk - gerade deswegen ist Barcelona auch so vielfältig. Ein wahrhaftes Meisterwerk ist der Güell Park. Diesen hatte Antoni Gaudi in der Zeit von 1900 bis 1914 erschaffen. Der Park war eine Auftragsarbeit für den Industriellen Eusebi Güell. Güell war von den englischen Gartenanlagen so sehr beeindruckt, dass er eine solche Anlage auch in Barcelona haben wollte. Antoni Gaudí plante daraufhin eine Gartenstadt mit über 60 Villen. Zur Finanzierung sollten diese schon im Vorfeld verkauft werden. Das Vorhaben scheiterte und es wurden nur zwei Parzellen verkauft, so dass der Park wegen fehlender Mittel nicht fertiggestellt werden konnte.

 

Logos am Eingang des Guell Parc
Quelle: depositphotos

 


Es wurden nur drei Häuser erbaut:
  

  • das Wohnhaus der Familie Güell - heute eine Schule
  • das Wohnhaus Gaudís - heute ein Museum
  • das Wohnhaus eines befreundeten Architekten 

 

 

 


Den Eingang des Parks bilden zwei Pförtnerhäuser mit markanten Zuckergussdächern. Daran anschließend führt eine große Freitreppe zum Terrassenplatz. Sie beeindruckt sowohl als Gesamtkunstwerk wie auch als Sammlung kleinerer Kunstschätze.

Den Mittelpunkt des Parks bildet ein 3000 m² großer Terrassenplatz in Form eines Ovals, der zwischen 1907 und 1913 angelegt wurde. Seine Begrenzung ist wellenförmig, 110 Meter lang und dient zugleich als Sitzgelegenheit. Diese ist mit kleinsten Keramik- und Kristallsteinchen überzogen. Nach der ursprünglichen Planung sollte der Platz ein griechisches Theater darstellen, das für Gemeindeversammlungen und kulturelle sowie religiöse Feste geeignet gewesen wäre. Die wellenförmige Bank ist ein ganz besonderes Highlight. Ihr Design wurde dem menschlichen Körper nachempfunden.

 

 

Eingang Parque Guell Barcelona
Eingang Parque Guell / Quelle: depositphotos

 

 

Der imposante Terrassenplatz ist Treffpunkt für Besucher, Musiker und Maler. Hier finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt. Der Park beherbergt auch das Geburtshaus Gaudís, in dem er von 1906 bis zu seinem Tode 1926 lebte. Heute dient es als Museum für von Gaudí entworfene Möbelstücke & Zeichnungen.

 


Seit 1984 gehört der Park Güell neben weiteren Werken Gaudís zum Weltkulturerbe

 

Geburtshaus von Antoni Gaudi
Antoni Gaudi Geburtshaus - Quelle: depositphotos

 

 

Überhaupt besteht der gesamt Park aus einer unglaublich beeindruckenden Mosaikarbeit. Die Mosaikarbeit - eine Collage mit abstrakten Motiven, aber auch mit figurativen Elementen wie Tierkreiszeichen, Sternen, Blumen, Fischen und Krebsen - ist so faszinierend, dass ich es kaum in Worte fassen kann

 

 

>> Man muss es einfach erleben <<

 

  Barcelona ist wie ein Märchen aus 1000 & einer Nacht

 

 

Weitere Sehenswürdigkeiten sind z.B.

 

 


Hier noch ein paar Bilder zu den unfassbar schönen Sehenswürdigkeiten. Barcelona ist also definitiv eine Reise wert. Ich hoffe, ich kann Euch ebenso inspirieren. Und wer sich nicht so gerne den kulturellen Interessen widmen möchte, der hat immer noch die Möglichkeit sich in einer der schönen Tavernen oder am Strand zu erholen. Außerdem werden Fußballfans beim Besuch des Camp Nou sicher voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Letzteres ist sowieso das Einzige, was meinen Freund interessieren würde ;-)

 

 

Anmerkung:

 

Quellenangaben sind im Text verlinkt. Das Bildmaterial stammt überwiegend von www.depositphotos.com & www.sxc.hu

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Kommentare: 2
  • #1

    Traudi (Freitag, 18 Januar 2013 20:09)

    Liebe Franny,
    das ist ein toller Bericht über diese schöne Stadt. Ich bin immer wieder gerne in Barcelona und entdecke jedes Mal Neues. Einfach faszinierend!

    Danke für deinen Besuch bei mir. Habe natürlich gleich bei dir reingeschaut und merke schon, dass ich noch viel zu lesen habe. :-)
    Viele Grüße
    Traud

  • #2

    Franny (Montag, 21 Januar 2013 11:40)

    Vielen lieben Dank! Es freut mich natürlich sehr, wenn Dir mein kleiner Bericht so gut gefällt. Ja, Barcelona ist schon eine sehr beeindruckende Stadt. Da könnte man sicher noch wesentlich mehr schreiben, so faszinierend finde ich es.


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